FAVORITEN FESTIVAL 2018

Aus "Ingolf wohnt"

Das Festival ist ein Treffpunkt der Freien Szene und findet alle zwei Jahre in Dortmund statt. Beim Favoriten Festival 2018 wurden 18 Produktionen aus Tanz, Theater, Performance und Musik zum Teil in Kooperation mit der Ruhrtriennale gezeigt.

Traditionell ohne festes Haus, findet das Festival an Orten statt, an denen die Beschäftigung mit Kunst nicht unbedingt selbstverständlich ist. In diesem Jahr waren die Zuschauer bei vielen Produktionen nicht nur passive Zuschauer, sondern konnten selbst Akteur werden.

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Favoriten 2018: Begüm Erciyas "Voicing Piece"
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Die 10. Ausgabe der erfolgreichen Kunstausstellung Berlin Biennale for Contemporary Art wagt eine bisher eher ungewöhnliche Perspektive auf die Welt. An fünf Ausstellungsorten in ganz Berlin werden Helden vom Sockel gestoßen und die westlichen Werte einer besonders kritischen Betrachtung unterzogen. Das ist heilsam, denn es gelingt den Künstlern, wichtige Bedingungen für das friedliche Zusammenleben in einer globalisierten Welt anzusprechen.

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Das Essen in der Literatur

Das Essen in der Literatur

Essen ist mehr als nur tägliche Nahrungsaufnahme. Es ist ein tägliches Ritual, das in seinem Wert für den Betreffenden selbst und sein Umfeld kaum zu unterschätzen ist. Denn der „Mensch ist, was er isst“, wie es der Philosoph Ludwig Feuerbach Mitte des 19. Jahrhundert erstmals formulierte. Und das bedeutet: Alles, was wir essen, wird durch Stoffwechselprozesse zu einem Teil unseres Körpers. 

Das Essen in der Literatur: Harald Lemke "Über das Essen"

Harald Lemke zeichnet in „Über das Essen“ unsere Haltung zur Nahrungsaufnahme und den damit verwandten Tätigkeiten wie Kochen, den Anbau von Lebensmitteln oder unser Konsumverhalten generell nach. War Sokrates noch ein echter Gastrosoph, der Menschen auf dem Markt nach ihrem Lebensmittelkonsum befragte und gute Speisen offenbar zu schätzen wusste, werteten seine Schüler Platon und Aristoteles das Kulinarische „zu einer unwichtigen Nebensache des menschlichen Lebens“ ab. Auf sie geht laut Lemke wesentlich die „Fastfood-Mentalität“ zurück, der erst Ludwig Feuerbach im 19. Jahrhundert auf philosophischer Ebene wieder etwas nennenswertes entgegen zu setzen wusste.

Dass sich in unserem Essverhalten eine generelle ethisch-moralische Haltung widerspiegelt, zeigt Lemke am Beispiel des Sternekochs Michael Hoffmann. In seiner „Gemüseküche“ sucht Hoffmann nach einer Verwendung für alles, was die gerade zubereiteten Pflanzen zu bieten haben und ist so bemüht, möglichst wenig Abfall zu produzieren. Indem er das für seine Speisen benötigte Gemüse überwiegend selbst anbaut, lebt er außerdem Nachhaltigkeit und Biodiversität. Das ist zwar aktuell ein Trend in der Kulinarik, aber eigentlich gar nicht neu, wie Hoffmann in dem folgenden Interview erklärt: 

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https://youtu.be/EdBJD1pX1f0

 

Heute ist die Bedeutung einer guten Ernährung für das Leben eines jeden Menschen sogar offiziell bestätigt. Beispielsweise bewertet die Weltgesundheitsorganisation  ungesunde Ernährung als einen Risikofaktor für die zunehmende Aggressivität von Kindern und Jugendlichen. Nicht verwunderlich, dass Lemke dann auch in seinem Buch mit Verweis auf den Zusammenhang zwischen gutem Essen und einem guten Leben fragt: „Ist Moral käuflich?“   

Um ein möglichst erträgliches Miteinander auf Basis liebevoll gedeckter Tische und sorgfältig  zubereiteter Speisen geht es auch in dem Roman „Der Hochzeitsreis“ des brasilianischen Autors Francisco Azevedo. Der Autor beschreibt hier die Geschichte einer Familie, die im 19. Jahrhundert aus Europa nach Amerika auswandert. Ohne eine Lebensperspektive in ihrer Heimat Portugal, macht sich ein Ehepaar samt Schwester auf den Weg nach Brasilien. Dort erhoffen sie sich zumindest eine wirtschaftlich abgesicherte Zukunft. Ein wichtiges Mitbringsel aus der Heimat ist der Reis, den die Hochzeitsgäste auf das Brautpaar haben nieder regnen lassen, um ihnen Glück und Fruchtbarkeit zu schenken.

Das Essen in der Literatur: Francisco Azevedo "Der Hochzeitsreis"Tatsächlich sind es die vertrauten Rezepte, die in dem zunächst fremden Land ein Gefühl von Wohlbefinden herstellen. Azevedo geht sogar soweit, von einer Art ‚Kochrezept für eine Familie‘ zu sprechen. Die Zubereitungsart für ein erträgliches  und im besten Falle sogar liebevolles Zusammenleben ist selbstverständlich hoch kompliziert: „Zunächst bedarf es dazu vieler Zutaten. Allein sie alle zusammenzubekommen ist schon schwierig genug – vor allem zu Weihnachten und Neujahr. Wo dies geschieht, ist dabei nicht so wesentlich. Damit es aber gelingt, braucht man auf jeden Fall Mut, Hingabe und viel Geduld“. 

Die Wirkung eines sorgfältig zubereiteten Mahls ist kaum zu unterschätzen. Den Familienvater machen die richtigen Speisen friedfertiger. Und sogar der sorgfältig aufbewahrte und dosierte Hochzeitsreis macht seinem Ruf als Fruchtbarkeitsversprechen alle Ehre. Nach einem traditionellen portugiesischen Rezept zubereitet, sorgt er für die Genesung des Familienvaters in spe. Letztlich sind alle überzeugt, dass sie den plötzlichen Kindersegen einem gesunden Mahl mit dem Hochzeitsreis zu verdanken haben. Doch am Ende seiner Darstellung des Lebens der portugiesischstämmigen Familie in Brasilien kommt der Autor zu dem Schluss, dass es für ein glückliche Familie trotz allem kein Patentrezept gibt: „Denn ist Familie einmal aufgegessen, ist sie auf dieselbe Art nie mehr nachzukochen“.   

Für ein Gefühl von Vertrautheit in der Fremde sorgt das Kochen auch in dem Roman „Pulang. Heimkehr nach Jakarta“ der indonesischen Schriftstellerin Leila S. Chudori. Dimas Suryo flieht in den 1960er Jahren vor dem Diktator Suharto nach Paris. Er kümmert sich um seine Freunde, die wie er aus Indonesien geflohen sind, indem er ihre Lieblingsrezepte kunstvoll nachkocht. So können sie sich in der Fremde mit der Erinnerung an Indonesien trösten: „Plötzlich huschte der Schatten von Surti an mir vorüber. Strahlend. Hell. Der Duft von Kurkuma in einer Küche. Ein Kuß, der alles um mich herum vergessen ließ“.

Es gelingt den Exil-Indonesiern, in Paris ein Restaurant zu eröffnen. Es wird zu einer Art Zufluchtsort: „Auf dem Speiseplan des Restaurants Tanah Air standen Gerichte, die sorgfältig mit Zutaten und Gewürzen aus Indonesien zubereitet wurden: roten Zwiebeln, Kurkuma, Nelken, Ingwer, Zitronengras und Galanganuß. Für uns war das Restaurant aber vielleicht auch eine Art Flora, ein Garten mit einer uns vertrauten Pflanzenwelt, in der wir gedeiehen konnten“. Dimas bekocht hier nicht nur seine französische Frau Vivienne und ihre gemeinsame Tochter, das Restaurant wird insgesamt zu einem wichtigen Treffpunkt für die indonesische Exil-Community. Nach und nach kommen auch immer mehr Reisende aus Indonesien zum Essen in das Restaurant und so gelingt es Dimas über das Kochen eine Beziehung zu seiner Heimat aufrecht zu erhalten. Denn eine Rückkehr nach Indonesien ist für ihn und die anderen für die Dauer der Militärdiktatur nicht möglich.  

Als Dimas Tochter in den 1990er Jahren als Dokumentarfilmerin nach Indonesien reist,  gelingt es ihr nicht zuletzt durch ihr tiefgreifendes Wissen um die indonesische Kochkunst schnell, eine enge Beziehung zu der Familie  ihres Vaters aufzubauen. Zufällig gerät sie in die Unruhen hinein, die zum Sturz der Militärdiktatur führen. Dadurch bekommt sie die Gelegenheit, in ihrer zweiten Heimat ein zu Hause zu finden.

Auch bei der Berlin Biennale können Besucher den Zusammenhang zwischen Essen, Filmen und den Themen der 10. Berlin Biennale entdecken. Am Freitag, dem 13. Juli präsentiert der Künstler Christopher Cozier seine Fundstücke im Rahmen von “I’m Not Who You Think I’m Not meets Speisekino”

emaf 18: Anwendungsmöglichkeiten von Kunst auf das Leben

emaf 18: Blick in die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück

Jedes Jahr widmet sich das European Media Art Festival (emaf) in Film, Ausstellung, Workshop und Diskussion einem Thema an der Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft. Beim emaf 18 ging es unter der Überschrift “Report – Notizen aus der Wirklichkeit” um die Beziehung zwischen Kunst und Journalismus. 

Fester Bestandteil des emaf ist die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück, die meist rund vier Wochen lang zu sehen ist. Im Zentrum der diesjährigen Ausstellung stand “Das Kongo Tribunal” Künstlers und Regisseurs Milo Rau in Film, Buch und Interview. Opfer und Täter des Bürgerkriegs im Kongo berichten vor einer Theater-Jury von ihren Erfahrungen. Kann ein Theaterstück dabei helfen, die Rolle der Bürgerkriegsparteien offen zu legen?

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“Wunder” von Rachel J. Palacio in Buch und Film

Buchcover "Wunder" von Rachel J. Palacio

August Pullman sieht anders aus, als andere Kinder. Durch einen Gendefekt ist sein Gesicht von Geburt an deformiert. Durch mehrere Operationen konnten die Ärzte immerhin erreichen, dass er sein Essen kauen und auch hinunter schlucken kann. Damit kann August, genannt Auggie, am ‘normalen’ Leben teilnehmen und wie jedes andere Kind zur Schule gehen – auch wenn sein Gesicht nach wie vor ein auffallendes Aussehen hat.

Rachel J. Palacio beschreibt in ihrem Buch Wunder den Moment, an dem Auggie sein bisher geschütztes Umfeld verlässt und eingeschult wird. Das ist nicht nur für August, sondern auch für seine Eltern ein Angst einflößender Moment. Denn obwohl seine Eltern bisher alles getan haben, um ihn zu schützen, weiß August sehr genau um sein besonderes Aussehen. Bereits seit Monaten trägt er ständig einen Austronautenhelm, der sein Gesicht vollständig verbirgt – sogar im Hochsommer. In der Grundschule muss er nun nicht nur auf den Schutz des Helmes verzichten, sondern sich auch noch den Reaktionen der vielen bisher unbekannten Kinder stellen.

Natürlich verläuft nicht alles reibungslos, obwohl sich Schulleiter und Lehrer alle Mühe geben, August zu unterstützen. Rachel J. Palacio beschreibt in ihrem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreisausgezeichnetem Buch ausführlich und detailreich, wie und an welchen Stellen Ausgrenzung funktioniert. Dabei wechselt die Erzählperspektive im Buch zwischen August, seiner Schwester und deren Freunden. Klar wird dadurch, welche Motivation andere für ihr manchmal missverständliches oder verletzendes Verhalten haben. Außerdem wird der Moment deutlich gekennzeichnet, an dem ihnen die Ausgrenzungsversuche mancher Mitschüler als falsch erscheinen und sie beginnen, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Dass das Buch am Ende mit einem klassischen und auch reichlich kitschigen Happy-End aufwartet, stört dabei letztlich nicht.

Rachel J. Palacio beschreibt hier nichts Geringeres als den zeitweise recht steinigen Weg der Inklusion. Dabei liefert sie im Grunde genommen eine ganz grundsätzliche Analyse der Umstände, die Ausgrenzung, Diskriminierung und sogar Extremismus entstehen lassen können. Das gelingt ihr sogar in einer Sprache, die schon Jugendliche verstehen können. Auch für Erwachsene ist der Wechsel in die Perspektive der Kinder und Jugendlichen sicherlich hilfreich, zumal sich hier viele Strukturen erkennen lassen, die auch in der Welt der Erwachsenen zu Problemen führen. Dabei lässt sich andeutungsweise erkennen – Augusts Schule ist nach einem Mann benannt, der sich für Frauenrechte und gegen die Sklaverei eingesetzt hat – dass es in diesem Buch um die notwendige Toleranz allen Menschen gegenüber geht. Da scheint es auch nur folgerichtig, dass Wunder kürzlich auch als Film in die Kinos gekommen ist:

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https://youtu.be/CTUSWiG8Hfk

 

Julia Roberts, Jacob Tremblay, Mandy Patinkin und Owen Wilson spielen hier die Hauptrollen. Der Film Wunder ist eine wirklich gelungene Ergänzung zum Buch, ersetzt die Lektüre aber keinesfalls. Gerade im Film wirken Julia Roberts und Owen Wilson in der Rolle der Eltern zwar sehr bodenständig und fürsorglich, sind dabei manchmal aber ein bisschen zu perfekt geraten. Das Buch hält mehr Wendungen und Schattierungen der Geschichte bereit. Dennoch ist Wunder ein gelungener Film für die ganze Familie, mit dem sicherlich auch Kinder im Grundschulalter schon etwas anfangen können. Wie gesagt: Vergnügen garantiert durch Happy-End und einen Triumph des ‘Guten’ über das ‘Schlechte’. Kein Wunder also, dass der Film laut Wikipedia bereits zum Filmstart die Kinocharts anführt.

“Truck Tracks Ruhr” in Duisburg

Foto des Trucks, in dem Besucher bei "Truck Tracks Ruhr" unterwegs sind

Es ist eng und ich bekomme fast Platzangst. In der letzten Zuschauerreihe befindet sich unmittelbar vor mir eine Art Geländer, das mir fast bis zum Kinn reicht. Außerdem zwingt mich der Gurt zum sehr aufrechten Sitzen und meine Nachbarn lassen mir fast keine Bewegungsfreiheit. Während der Fahrt ruckelt der umgebaute LKW immer wieder und wir stoßen notgedrungen aneinander. Nein, wirklich bequem ist die Fahrt im Rahmen von ‚truck tracks ruhr‘ nicht. Trotzdem ärgere ich mich keinen Moment, dabei zu sein.

Ruckelige Fahrt ohne Bewegungsfreiheit

Wir sitzen quer im Truck. Vor uns Zuschauern befindet sich eine breite Leinwand, auf der die Straßen Duisburgs im Film zu sehen sind. Die Straßenzüge stammen nicht unbedingt aus den schönsten Gegenden Duisburgs: Restaurants, kleine Geschäfte, Kneipen – von grellbunt bis farblich eher zurückhaltend ist alles vertreten. Die chillige Musik übertönt das Motorengeräusch des Trucks weitestgehend. Ihre Wirkung ist tatsächlich entspannend und macht die Enge für mich erträglicher. Ich lasse die nach einer Weile monoton wirkenden Straßenzüge an mir vorbei ziehen.

Chillige Musik und Betonwüste

Immer wieder hält der Truck und die Leinwand wird hochgezogen. Fast jedes Mal zeigt sich dann ganz plötzlich ein unerwartetes Bild. In einem Fall stehen wir plötzlich vor einer Baustelle. Die im Film dokumentierten Straßen waren nicht wirklich schön, aber so unvermittelt wirkt die ‚Realität’, die sich uns Zuschauern angesichts dieser Betonwüste bietet, noch viel schlimmer. Die Musik wird unterbrochen und eine Geschichte ist zu hören. Ein Mann will an diesem Ort ein Tagebuch gefunden haben und liest es vor. Von Gewalt ist die Rede, von Missbrauch – Themen, die sonst nicht unbedingt so offen angesprochen werden. Der Vortragende zeigt sich unsicher, wie er die Worte betonen und welchen Sinn er ihnen damit geben soll. Schließlich bemüht er sich um eine maschinenartige Aussprache, von der er sich einen neutralen Klang erhofft.

Individualität und Gesichtslosigkeit

An anderer Stelle reflektiert ein Beitrag die “gesichtslose Masse” während wir durch die Scheiben des Trucks auf die Fußgängerzone Duisburgs sehen. Wir befinden uns in der Nähe einer Baustelle. Die Fußgänger müssen sich mühsam an einem Bauzaun vorbei durch einen kleinen Durchgang schlängeln und werden dabei in ihrer Individualität erkennbar.

Lagerfläche ohne Grün

Bei einem weiteren Halt des Trucks tut sich plötzlich der Blick auf eine Lagerfläche für Rohstoffe des Duisburger Hafens auf – häßlich, grau und ausgestorben. Im gesprochenen Beitrag wird das Grün der Bäume und Zwitschern der Vögel herauf beschworen, das an dieser Stelle fehlt. Die Stimme des Vortragenden nimmt dabei einen vorwurfsvollen Klang an. 

Ungewöhnlichkeit des scheinbar Vertrauten

Nur eine der insgesamt sieben Künstlerinnen und Künstler stammt aus Duisburg beziehungsweise dem Ruhrgebiet. Alle anderen werfen einen gänzlich fremden Blick auf die Stadt. Das passt gut, denn die ganze Tour stellt die Ungewöhnlichkeit des scheinbar vertrauten in den Mittelpunkt. Zentrales Thema ist das Alltagsleben in Duisburg, aber auch der Hafen samt des dort stattfindenden Strukturwandels. Dabei werden eben nicht, die besonders repräsentativen und bekannten Orte gezeigt, sondern diejenigen, die abseits liegen, leicht übersehen werden oder unangenehmes zu verbergen scheinen. Das wirkt auf mich oft angenehm ehrlich, manchmal auch schonungslos oder übertrieben.

Kontrast zwischen Film und Wirklichkeit

Besonders auffallend ist für mich der Kontrast zwischen den gefilmten und den von den eigenen Augen wahrgenommenen Bildern. Immer wieder fühle ich mich von den Bildern betrogen und habe den Eindruck, dass ich an einem Ort gelandet bin, auf den der Film mich nicht vorbereitet hat. Dabei wirkt die ‚Realität‘ des Films durchweg strahlender, farbenfroher, schöner und harmloser, als das, was mir die eigenen Augen zeigen. Ob schön oder nicht, provokant oder absurd – In jedem Fall regt diese ungewöhnliche Stadtrundfahrt auf vielen Ebenen dazu an, mal einen ganz frischen Blick auf Alltägliches zu wagen.

Foto: ©Volker Hartmann/Urbane Künste Ruhr

Hundeskulpturen von Poren Huang

Hundeskulptur von Poren Huang

Hundeskulptur "I'm not happy" von Poren HuangSie sind überwiegend aus schwarz-glänzendem Material, die Hundeskulpturen des auf der Insel Taiwan lebenden und arbeitenden Künstlers Poren Huang. Damit bilden sie ihr Vorbild in entscheidender Hinsicht realitätsgetreu nach: den Taiwanhund, der besonders oft über ein schwarzes Fell verfügt. In Taiwan ist der Hund seit Jahrhunderten ein treuer Begleiter der Menschen. Poren Huang porträtiert in seinen Skulpturen auf sehr humorvolle Weise typische Verhaltensweisen von Hund und Mensch, die durch die reduzierte Darstellungsweise viel Ähnlichkeit mit Comic- oder Spielzeugfiguren aufweisen.

Hundeskulpturen von Poren HuangHunde haben in Asien generell eine besondere Bedeutung. Der Hund ist beispielsweise ein Tier des traditionellen chinesischen Kalenders, dem mit dem Attribut ‚treu’ eine eindeutig positive Eigenschaft zugewiesen wird. Dem unerschütterlich treuen Hund Hachikō, einem japanischen ‚Akita‘, ist sogar in Form des gleichnamigen Films mit Richard Gere in der Hauptrolle ein Denkmal gesetzt worden. Hachikō weist genauso wie der Taiwanhund mit dem dreieckigen Kopf und der sichelförmigen Rute viel Ähnlichkeit mit dem Urtyp auf und ähnelt insofern auch sehr den Hundeskulpturen, die Poren Huang herstellt. Während es sich bei japanischen ‚Akita‘ um eine sehr alte Rasse handelt, ist der Taiwanhund erst im Jahr 2015 offiziell als eigenständige Rasse anerkannt worden. Als Jagdhund war er Jahrhunderte lang ein treuer Begleiter der Menschen auf der Insel Taiwan, die bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts noch vorwiegend landwirtschaftlich geprägt war. Nutztiere, die den Menschen bei der Bewältigung des Alltags behilflich waren wie etwa auch Rinder sind in Asien von je her ein beliebtes künstlerisches Motiv, erklärt Art Manager Oscar Chan im Interview (das ganze Interview befindet sich in Video-Form am Ende des Artikels).

Hundeskulptur von Poren HuangGenerell war Kunst in China von je her an Alltägliches und den Begriff ‚yi‘ gebunden. Er bezeichnet ‚Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit, Tüchtigkeit und Handwerk‘ und lässt sich etymologisch von dem Begriff für die Bearbeitung und Bepflanzung eines Feldes und der erfolgreichen Kultivierung herleiten. Bereits Konfuzius diente die Kunst zur ‚Ergötzung‘ und hatte eine wichtige ethische Funktion, wie Helmut Brinker, Professor für die Kunstgeschichte Ostasiens an der Universität Zürich, erklärt:

„Sie ist gleichsam das Instrument zur Vervollkommnung des eigenen Charakters und trägt insofern zur Festigung der Kardinaltugenden bei, zur Realisierung des humanistischen Ideals“

Hundeskulptur von Poren HuangLange Zeit fanden Plastiken in China wenig Beachtung, Kunst war vor allen Dingen an das Malen und Schreiben gebunden. Plastiken wurden lange Zeit ausschließlich als Grabbeigaben verwendet und waren damit für Sammler und die Öffentlichkeit uninteressant. Als beachtenswert galten allerdings gemäß Helmut Brinker die Bronzeplastiken aus vorchristlicher Frühzeit, da sie als „Träger authentischer Werte und ethischer Vorstellungen berühmter ehemaliger Besitzer“ verstanden wurden.

So humorvoll und unbeschwert die Skulpturen aus Bronze von Poren Huang überwiegend wirken, meist portraitieren sie nicht nur typische Verhaltensweisen des Hundes, sondern auch des Menschen. Die Familie des Künstlers züchtet den Taiwanhund bereits seit vielen Jahren. Er beschreibt das besondere Verhältnis von Mensch und Hund folgendermaßen: 

„Seit Beginn der Zivilisation, haben Mensch und Hund ein sehr enges Verhältnis zueinander. Um mit den Menschen möglichst reibungslos zusammen leben zu können, sind Hunde lange Zeit dazu erzogen worden, sich den Menschen anzupassen. Hunde haben viele großartige Eigenschaften, aber die Menschen lernen selten von ihrem treuesten Begleiter”

Hundeskulptur von Poren HuangDie glänzenden Hunde sind zwar idealisiert, aber dennoch in Haltung und Bewegungen sehr lebensecht nachgebildet. Sie schauen ihren Betrachter erwartungsvoll an, fast so, als wollten sie gleich loslaufen, heben sichtlich gestresst das Bein oder gucken ein wenig enttäuscht, aber doch irgendwie erwartungsvoll, in den leeren Napf. Deutlich stärker scheinen Hunde mit Teufelsohren und menschlichem Gesicht oder mit wütend in den Himmel gereckten Riesenpranken karikaturenhaft an ihre eigene, weniger brave, Seite und gleichzeitig auch die ihrer Besitzer zu erinnern.

Die Herstellung der Plastiken aus den Grundmaterialien Bronze oder Stahl, die dann später mit Überzügen und Farben versehen werden, ist sehr aufwendig. Poren Huang hat für etwa 40 Hundeskulpturen rund 10 Jahre gebraucht. In der Galerie aquabitArt werden Handschuhe verteilt, mit denen sich die genaue Beschaffenheit der überwiegend fröhlichen Hunde auch haptisch genau erkunden lässt. Wie in der traditionellen asiatischen Kunst ist auch für Poren Huang eine möglichst große Nähe zwischen Mensch und Kunstwerk sehr wichtig. Ebenso wichtig, wie das Bestreben, den Betrachter mit einem möglichst positiven Gefühl zurück zu lassen:

„Das schnelle Wirtschaftswachstum und die technische Entwicklung nach Ende des Zweiten Weltkriegs haben den Menschen eine deutlich bessere Lebensqualität beschert, aber auch einen Verfall ethischer Werte. Aus Egoismus verfeinden sich viele Menschen sehr schnell mit ihren Liebsten. Außerdem sind Menschen heute weniger stressresistent und die Zahl derer, die depressiv, manisch-depressiv oder generell psychisch labil sind, hat deutlich zugenommen. Die meisten Menschen sind heute deutlich wohlhabender, aber wesentlich weniger glücklich und zufrieden mit ihrem Leben als früher, als sie noch in Armut lebten oder Kriege erleiden mussten”

Die Plastiken sollen ihre Betrachter mahnend an die guten Eigenschaften der Hunde erinnern und ihnen außerdem Nähe, Unbeschwertheit und Freude vermitteln, ganz gemäß des Mottos, das einer goldenen Hundeskulptur den Namen gibt: „Every Day is a New Start“.

Die Hundeskulpturen von Poren Huang können dauerhaft in der Galerie aquabitArt in Berlin-Mitte in Augenschein genommen werden: www.art.aquabit.com

Quellenangabe:

Brinker, Helmut: ‚Die chinesische Kunst‘. Verlag C.H. Beck, München 2009. ISBN 978-3-406-59272-0, 7,90€.

Indonesische Lyrik: Fremd und doch so nah

Indonesische Lyrik: Kendra gehört zu den wichtigsten Vertretern

Bei der Lesung im Literaturhaus Berlin wird der Text erst in der offiziellen indonesischen Landessprache Bahasa Indonesia gelesen, dann auf Deutsch. Die Eindrücke könnten unterschiedlicher kaum sein: Auf der einen Seite die sehr melodisch klingenden Worte, denen der vortragende Agus R. Sarjono mit viel Emphase Leben einhaucht und auf der anderen die deutsche Version. Die ganze Art des Vortrags ist anders, sie ist deutlich nüchterner und zurückhaltender, wodurch sie zumindest eher den hiesigen Gewohnheiten bei Lesungen entspricht. Doch es funktioniert trotzdem, vor allen Dingen auf der inhaltlichen Ebene.

Wie viele indonesische Gedichte, trägt auch ‚Die Predigt‘ stark narrative und absurde Züge. Die Schilderung eines Priesters, der verzweifelt versucht, der Menschenmasse in seiner Kirche zu erklären, dass er ihnen leider weder mit Rat noch Führung behilflich sein kann, bringt auch die deutschsprachigen Zuhörer zum Lachen. Das Gedicht gehört zu den bekanntesten, Verfasser ist der Lyriker, Dramatiker, Schauspieler und Regisseur Rendra. 2009 verstorben, wirkt die Arbeit des Modernisierers der indonesischen Kultur bis heute nach. „In Indonesien sind Lesungen sehr gut besucht“, erklärt der Übersetzer und Indonesien-Experte Berthold Damshäuser, „Rendra hat Lesungen vor gut 10.000 Menschen in Sportstadien gehalten. Die Indonesier sind gute Performer und nur sehr wenige rezitieren ihren Text nicht selbst. Außerdem gibt es dort kaum eine Veranstaltung, bei der nicht gelacht wird“. In Indonesien lassen sich nur sehr wenige gedruckte Bücher, dafür aber umso mehr Eintrittskarten für solche Lese-Performances verkaufen, die oft von Musik begleitet werden.

Das Äquatorarchipel Indonesien, das rund 17.000 Inseln mit vielen eigenen Sprachen und Traditionen umfasst, war jahrhundertelang eine niederländische Kolonie. Bis heute haben dort europäische Einflüsse neben arabischen, indischen und chinesischen Spuren hinterlassen, die sich auch in den Texten der von Berthold Damshäuser und Agus R. Sarjono herausgegebenen Lyrik-Anthologie Sprachfeuerentdecken lassen. Ein Gedicht von Sitor Situmorang etwa, das den Titel ‚Weimar‘ trägt, dreht sich um das bis heute spürbare Nachwirken der beiden in Indonesien bekannten Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Ebenso beinhaltet die Sammlung ein Poem Afrizal Malnas, in dem das Wort ‚Dada’ die dominierende Rolle spielt. Gemeint ist damit allerdings nicht nur die europäische Avantgarde-Bewegung von Anfang des 20. Jahrhunderts, das Wort hat darüber hinaus gehend diverse Bedeutungen in der indonesischen Sprache. Indirekt lassen sich unter anderen Einflüsse Friedrich Hölderlins, Rainer Maria Rilkes, Paul Celans, Arthur Rimbauds, Guillaume Apollinaires und natürlich William Shakespeares erkennen.

Trotz aller erkennbaren Parallelen, gibt es eindeutige Brüche mit der europäischen Tradition. Reim und Versmaß im ‘klassischen’ Sinne lassen sich nicht finden, was laut Berthold Damshäuser nicht zuletzt auf Eigenheiten der Bahasa Indonesiazurückzuführen ist: „ Die indonesische Sprache kennt keine Metrik und damit lassen sich auch keine festgefügten Metren finden“. Insofern erinnern die Gedichte mit ihrem oft sehr prosaischen Charakter am ehesten an moderne europäische Lyrik, wobei sich indonesische Gedichte neben der ungemein assoziationsreichen Sprache vor allen Dingen durch eine ihnen eigenen Rhythmik und Musikalität auszeichnen.

Die Themen der 223 Gedichte von 28 Lyrikerinnen der Anthologie Sprachfeuer reichen von Liebe und Einsamkeit über Gewalt und Politik bis hin zu Impressionen von Landschaft und Religion, wobei der Islam eine zentrale Rolle spielt. Mehr als 80% der Indonesier sind Muslime. Dabei stehen Gedichte mit eindeutig religiöser Thematik wie ‘Herr, wir sind uns so nah’ von Abdul Hadi WM neben Werken feministischer Prägung wie denen der Philosophie-Professorin Toeti Heraty. Auch die teilweise umstrittene Lyrikerin Dorothea Rosa Herliany, die Gewalt an, aber ebenso von, Frauen in ihren Werken anspricht, hat einen festen Platz in der indonesischen Lyrik-Szene. Manche Gedichte scheinen die Verhältnisse vor und um den Sturz des Suharto-Regimes 1998 zu beleuchten. Ein Ereignis, das in der kreativen Szene Indonesiens Veränderungen nach sich gezogen hat. „Seit dem Sturz ist die indonesische Literatur generell so frei, dass sie die Verhältnisse getreu abbildet“, beschreibt Berthold Damshäuser die Auswirkungen. Einige Poeme befassen sich außerdem mit der tropischen Landschaft und Vegetation des Äquatorarchipels in ihrer gesamten Abivalenz. Nicht selten geschieht das auf eine für europäische Leser zum Teil ungewöhnliche, aber gleichzeitig erstaunlich vertraute Weise.

Berthold Damshäuser empfiehlt für die Lektüre:  „Man sollte eigentlich nur auf den Text achten und vergessen, dass es ein indonesischer ist“. Das gelingt in den meisten Fällen sehr gut.

Leseempfehlungen: 

Sprachfeuer. Eine Anthologie moderner indonesischer Lyrik. Hg. Agus R. Sarjono und Berthold Damshäuser. 374 Seiten, regiospectra verlag berlin. ISBN 978-3940132741

Gebt mir Indonesien zurück! Eine musikalische begleitete Lesung moderner indonesischer Lyrik (in deutscher Sprache). Rezitation: Berthold Damshäuser, Musique automatique: Peter Habermehl. Gesamtspielzeit: 73:38:08. Audio-CD. Katalognummer: 01970101

1965ff. Die Gegenwart eines Massenmordes. Ein politisches LesebuchHg. Anett Keller für die Südostasien-Informationsstelle. 220 Seiten, regiospectra verlag berlin. ISBN 978-3940132680

Martin Jankowski: Indonesien lesen. Notizen zu Literatur und Gesellschaft. 195 Seiten, regiospectra verlag berlin. ISBN 978-3-9401-3266-6

“Schneckenkönig” von Rainer Wittkamp

Buchcover "Schneckenkönig" von Rainer Wittkamp

Der ehemalige Starpolizist Martin Nettelbeck ist in “Schneckenkönig” von Rainer Wittkamp vor drei langen Jahren zur Zentralen Serviceeinheit strafversetzt worden. Er hat einen Kollegen angegriffen und löst seitdem keine spektakulären Kriminalfälle mehr, sondern beschäftigt sich intensiv mit der Welt der Hängeregistraturem, Stempelkissen, Klebestifte und Kugelschreiber:

“Die Tätigkeit war noch langweiliger als er vorher befürchtet hatte. Druckereieinheiten mit Multifunktionspapier auszustatten, Briefumschläge nach ISO 269 oder DIN 678 zu unterscheiden, Bleistifte nach einundzwanzig Härtegraden sortiert zu ordnen, von 9B über HB bis zu 9H – zweifellos das Grauen, der Gipfel der Langeweile. Konnte es etwas Öderes geben? Besonders für einen Kriminalbeamten, der für seinen beispielhaften Einsatz bei einer United-Nations-Mission im Kosovo mehrfach ausgezeichnet wurde? Der den Ruf hatte, die kompliziertesten Fälle zu lösen?”

Doch plötzlich ergibt sich bei den Ermittlungen zu dem Mord an einem Mann aus Ghana ein Personalengpass und Martin Nettelbeck ist erst einmal zurück. Zunächst erweist sich der Fall als sehr schwierig, gemeinsam mit seinem jungen Partner Wilbert Täubner stößt er unter den Landsleuten des Toten auf eine Mauer des Schweigens.

Martin Nettelbeck sieht sich schon wegen mangelnden Emittlungserfolgs in Rekordzeit zurück in seine Bürobedarfshölle befördert. Doch nach einigem Zögern gesteht die faszinierende Philomena Baddoo, in deren Afro-Shop angeblich alle Fäden der Ghanaischen Gemeinde zusammen laufen, überraschend, dass es sich bei dem gesuchten Mann um einen ihrer Verwandten handele. Sie behauptet, dass er für das Missionswerk Ewige Erlösung aus Deutschland tätig gewesen sei. Und tatsächlich bestätigt der Leiter des Missionswerks, den Toten gekannt zu haben. Er und sein sehr professionell mit Büchern und DVDs arbeitender Missionierungs-Konzern hinterlassen bei den Ermittlern einen sehr zwiespältigen Eindruck:

“Plötzlich war ihm klar, an wen ihn der Prediger erinnerte – an den Grundstückspekulanten Noah Cross in Roman Polanskis Filmklassiker Chinatown. Nicht nur das gleiche pferdeartige Gesicht, auch ihr Habitus war ähnlich. Der Habitus von Männern, die keinen Widerspruch gewohnt waren und ihn auch niemals dulden würden. John Huston, der Darsteller des Noah Cross, hatte seiner Filmfigur eine unwiderstehliche Mischung aus Charme und Zukunftsglauben gegeben, wohinter sich jedoch Kälte und Skrupellosigkeit verbergen. Nettelbeck fragte sich, ob es auch darin Parallelen zwischen Cross und Mattheuer gab”

Abermals lässt Martin Nettelbeck sein eingerosteter kriminalistischer Spürsinn nicht im Stich. Er und sein Partner entdecken Verbindungen zwischen dem Missionswerk und einer zwielichtigen Neonazi-Partei, die gerade von einem westdeutschen Unternehmer aufgebaut wird und erst einmal vor allen Dingen in Ostdeutschland Wahlerfolge feiern soll.

Rainer Wittkamp hat vorher Drehbücher für Krimiserien wie SOKO Leipzigoder SOKO Wismar geschrieben. Schneckenkönig ist ein spannender und sehr lesenswerter Krimi, in dessen Mittelpunkt ein sympathisch eigenwilliger Kommissar mit einem Faible für Posaunenmusik steht.