A Code of Diversity

Das Escape-Games “ A Code of Diversity“ haben wir im Rahmen des Game Jam der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) entwickelt. Alle Games sollten einen Bezug zum Thema ‚Gender‘ haben. Wir hatten von der Idee über das Konzept bis hin zur Umsetzung nur 1 1/2 Tage Zeit. Dabei heraus gekommen ist immerhin ein spielbarer Prototyp, den jeder ausprobieren kann. Außerdem hat es natürlich viel Spaß gemacht.

Kurzbeschreibung des Games:

„Du hast nach einer tollen Party auf dem Sofa deiner Freunde geschlafen. Nach dem Aufwachen stellst du fest, dass alle anderen schon weg sind und die Tür durch einen Code gesichert ist. Sieh dich um, finde die Hinweise, lerne diverse historische Persönlichkeiten kennen und entdecke die richtige Kombination“.

Ein Escape Room von Susanne, Julis, Lissy, ManuK, mari_yamyam, Kari, nicki#2050, und Eva/Variemaa im Rahmen des GameJam2021 der bpb, erstellt mit GDevelop.

A Code of Diversity bei itch.io spielen

The Lives and Loves of Images

Die Biennale für aktuelle Fotografie zieht mit ihrem Programm aus Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und Workshops alle zwei Jahre ein großes Publikum in der Rhein–Main–Region an. Auch in diesem Jahr ist das von David Campany kuratierte Programm unter dem Titel „The Lives and Loves of Images“ wieder vielversprechend gestartet, doch dann mussten wegen der Corona–Krise alle Ausstellungen geschlossen, viele Veranstaltungen abgesagt und insgesamt umdisponiert werden. Susanne Braun hat sich virtuell umgesehen und mit Yasmin Meinicke, der Geschäftsführerin der Biennale für aktuelle Fotografie, gesprochen.

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Hilfe für lokale Medien

Das Media Lab Bayern veröffentlicht auf seiner Webseite Tools und Formatideen, die Hilfe für lokale Medien bei der Berichterstattung während der Corona-Pandemie bieten können. Die Ideen stehen zum kostenlosen Download bereit.

Wir freuen uns sehr, dass wir auch einen Beitrag beisteuern konnten. Wir haben aus Umfragen und Recherchen ein paar Tipps und Tools zusammen gestellt, wie Informationen inklusiver werden können. 

Alle zur Verfügung stehenden Tools und Formatideen zum kostenlosen Download findet Ihr hier: https://www.media-lab.de/open-innovation-challenge-loesungen#categorie

Interview Virve Sutinen

Jedes Jahr im Sommer bereichert das Festival »Tanz im August« rund vier Wochen lang die Stadt Berlin mit Tanzperformances, Installationen, Diskussionen, Tanz-Partys und vielem mehr. Susanne Braun hat mit der Künstlerischen Leiterin, Virve Sutinen, über die Besonderheiten des Festivals, Tanz als Ausdrucksform sowie die Tanz-Legende Deborah Hay gesprochen, der »Tanz im August« in diesem Jahr eine Retrospektive widmet. Das Interview liegt auf Deutsch und Englisch vor.

Zum Interview bei portalkunstgeschichte.de

Das Ruhr Ding: Territorien

Die Stationen des neuen Ausstellungsformats „Das Ruhr Ding: Territorien“ von „Urbane Künste Ruhr“ befinden sich gleich in vier Städten: in Essen, Oberhausen, Bochum und Dortmund. An Hauswänden, in einem ehemaligen Möbelgeschäft, an einem renaturierten Fluss, in einer Trauerhalle, einem Industriedenkmal oder schlicht auf einem asphaltierten Platz wird Kunst nicht nur erfahrbar, sondern lädt die Besucher oft auch zum Mitmachen ein. Im besten Falle erleben die Besucher so hautnah, was das Ruhrgebiet früher und heute ausmacht: das »Ruhr Ding« eben. Ich habe für PortalKunstgeschichte unterschiedliche Stationen besucht:

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Das Foto oben zeigt einen Gang durch den Ruhrtunnel in Essen, auch eine Station der Ausstellung „Das Ruhr Ding: Territorien“. Mehr Fotos und Videos gibt es bei Instagram

Wild wild Grammar

Das European Media Art Festival (emaf) in Osnabrück ist mittlerweile eines der wichtigsten Medienkunstfestivals in Deutschland. Es eröffnet einmal im Jahr einen kritischen Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Lage.

War das emaf zu Beginn Anfang der 1980er Jahre noch ein Experimentalfilm-Festival, bietet es mittlerweile außerdem Performances, Talks, dem Media-Campus INIT für NachwuchskünsterInnen sowie einer regelmäßigen Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück eine Plattform. Hier ein paar Eindrücke aus der Ausstellung »Wild wild Grammar«, die sich mit der Kommunikation in einer global vernetzten Welt auseinandersetzt:

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Florian Arnold: Logik des Entwerfens

Im Zuge der Digitalisierung sind Begriffe wie Design und Design Thinking wieder stark in den Vordergrund gerückt. Kluge Konzepte sollen nicht nur digitale Technologie in ihre Strategien mit einbeziehen, sondern die Welt nach Möglichkeit auch ein kleines bisschen besser machen. Vorbild ist laut Digital Design Manifest, das im Rahmen eines Bitkom-Arbeitskreises entstanden ist, das Bauhaus. In der Art wie der Architekt am Bauhaus mit möglichst vielen gestalterischen Kompetenzen ausgestattet wurde, soll jetzt der Digital Designer dafür sorgen, dass die Vielzahl an vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten optimal genutzt werden können. Doch was genau ist eigentlich Design und wo kommt es her?

Design als Weltanschauung

Florian Arnold hat sich in „Logik des Entwerfens“ auf die Spuren der Gestaltung der Welt durch den Menschen gemacht. Der Philosoph stellt in seiner Untersuchung fest, dass die Versuche des Menschen, die Umwelt zu seinem Vorteil zu verändern und zu optimieren, vermutlich schon so alt sind, wie die Menschheit selbst. Seine Untersuchung ergibt eine enge Verwandtschaft des Designers mit dem Künstler und dem Philosophen. Sie alle versuchen sich daran, die Welt zu erkennen und sie mit den jeweils eigenen Mitteln zu beschreiben und oft auch zu optimieren.

Wege zur Erkenntnis

Beginnend mit dem Begriff des disegno bei Giorgio Vasari verortet Arnold den Designer zunächst in der Nähe des Renaissance-Künstlers, der sich bei der Betrachtung der Welt auf die Suche nach dem ästhetischen Ideal begibt. Auch hier geht der Entwurf – und sei er auch nur rein geistiger Natur – der Ausführung des eigenen Systems voraus. Weiterhin beschreibt Arnold Wege zur Erkenntnis bei Immanuel Kant, dessen philosophisches System aus seiner Sicht „das Paradigma einer funktionalistisch-maschinell orientieren Denkweise“ darstellt. Schließlich gelangt er zur Analyse der Realität der Dinge bei Martin Heidegger. Sie mündet in einer Kritik an der modernen Massenproduktion, die dem Einzelnen zu selten die für ihn passenden Objekte liefert. Für Arnold stellt es sich letztlich so dar, dass Gestaltung und Design eine Sprache für sich bilden. Da sie im Allgemeinen das Ergebnis einer umfangreichen Analyse sind, lassen sie sich auch immer als ein Kommentar zum Zustand der (Um-)Welt verstehen.

Keine entindividualisierte Massenware

Florian Arnold weiß seine Thesen im Detail schlüssig darzulegen und so ist ihm ein spannendes und lesenswertes Buch gelungen. Gerade Einleitung und Schluss sind auch für Leser interessant, denen philosophisches Denken nicht so vertraut ist. Ein wenig zu einseitig scheint mir sein Blick auf das Bauhaus geraten zu sein. Beispielsweise in dem autobiografischen Text Hürdenlauf durch das 20. Jahrhundert, der in Werner Graeff. Ein Bauhauskünstler berichtet erschienen ist, lässt sich nachlesen, dass es dem Bauhaus und seinen Protagonisten um weit mehr als die Produktion möglichst entindividualisierter Massenware ging. 

Interview Prof. Marlis Prinzing

Soziale Netzwerke sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr weg zu denken. Indem sie Kommunikation und Meinungsaustausch zwischen den Nutzern möglich machen, erfüllen sie für Prof. Marlis Prinzing schon jetzt eine wichtige Funktion als eine Art Bürgermedium.

Doch sie geraten auch immer wieder in den Verdacht, Hass und Fake News zu produzieren und zu verbreiten. Ist das womöglich ein strukturelles Problem, da soziale Netzwerke Inhalte belohnen müssen, die viele Interaktionen hervor rufen? Was muss sich wohl eher in die Kategorie „Vorurteil“ einordnen lassen? Und was können Nutzer tun, um ihrer Verantwortung bei der Kommunikation mit anderen gerecht zu werden?

Mit einem Klick auf das Bild lässt sich das Video bei YouTube abrufen

Cover Interview Marlis Prinzing

Computer Grrrls

Schon der Name der Ausstellung erinnert an die feministische Subkultur-Bewegung „Riot Grrrl“, die in den 1990er-Jahren in den USA entstanden ist. Das kommt sicherlich nicht von ungefähr. Denn auch die Ausstellung im Dortmunder U präsentiert ausschließlich Arbeiten von Künstlerinnen, die ihren Blick auf eine eher männlich dominierte Tech-Szene formulieren. Die Ausstellung ist über weite Strecken sehr humorvoll und gibt ganz unterschiedlichen Positionen Raum.

Die Besprechung ist bei portalkunstgeschichte.de abrufbar

Gemeinschaftskunstwerke mit „Lake“

Malbücher für Erwachsene sind schon länger im Trend. Die Anbieter versprechen den Anwendern mehr Ruhe und Gelassenheit durch das farbige Gestalten von Mandalas oder etwa Motiven aus der Tier- oder Pflanzenwelt. Auch in den App-Stores finden sich zahlreiche Malbuch-Apps, mit denen sich solche Vorlagen digital auf Smartphone oder Tablet-Computer bearbeiten lassen. Künstlerisch anspruchsvolle Malvorlagen hat vor allen Dingen die App „Lake“ zu bieten. Hier stellen Künstler, Comic-Zeichner, Kinderbuchillustratoren, Street-Artists oder Designer Malvorlagen zur Verfügung, die die Anwender dann nach ihren eigenen Vorstellungen weiter gestalten können. Die App hat schon den Apple Design Award gewonnen. 

Jeder einzelne der knapp 50 Künstler wird mit einem kurzen Text vorgestellt. Mit dabei ist zum Beispiel Katrin Thiele, die aus einem kleinen Dorf in Norddeutschland stammt und vor allen Dingen als Buchillustratorin arbeitet. Ein weiterer Künstler ist Hugo K, ein Tätowierer aus Seoul. Seine von Comics inspirierten Bilder haben einen ganz anderen Charakter, als die Hasen, Hunde, Katzen oder Hirsche von Katrin Thiele. Die Vorlagen eines anderen Künstlers sind etwa von der asiatischen Volkskunst inspiriert. Die Grafikerin Tamy Hader hingegen malt Latinas, meist mit tropischen Attributen. Die Mehrzahl der Künstler stammt aus Europa, den USA, Kanada oder Asien. 

Individuelle Akzente kann der Anwender setzten, indem er die Farbgebung der Vorlagen gestaltet. Zur Verfügung stehen mehrere Modi: Deckender Farbauftrag mit einem digitalen Pinsel, Aquarell oder Spraydose. Darüber hinaus lassen sich mit dem Farbeimer-Modus ganze Flächen mit nur einem Fingertipp einheitlich einfärben. Für jede Vorlage stellt der jeweilige Künstler eine Farb-Palette zur Verfügung. Der Nutzer muss diese Vorgaben aber nicht berücksichtigen, sondern kann die Farben ganz nach seinen eigenen Vorstellungen einsetzen. So entstehen Gemeinschaftskunstwerke, die sowohl Künstler als auch Anwender kreativ gestaltet haben. Die fertigen Bilder lassen sich mit Verweis auf den Künstler in sozialen Netzwerken teilen, aber auch per Email verschicken oder einfach nur abspeichern. 

Darüber hinaus verharrt die Kunst in „Lake“ nicht allein im „L’art pour L’art“. Die App bietet auch eine Verknüpfung zu dem Startup „Spoonflower“, das von Nutzern gestaltete Design-Vorlagen auf Stoffe, Tapeten oder Geschenkpapier druckt. Es stehen spezielle Mal-Vorlagen für „Spoonflower“ zur Verfügung, die sich für die entsprechenden Designs anbieten. Hier scheint die Verbindung zwischen Kunst und Alltag in Anlehnung an das Bauhaus-Prinzip besonders greifbar, die vielen digitalen Anwendungen nachgesagt wird. 

Hinzufügen lässt sich noch, dass die Nutzung der App „Lake“ nicht kostenlos ist. Anwender können sich zwischen unterschiedlichen Bezahl-Modellen entscheiden: Wöchentlich, Monatlich oder Jährlich. Dabei kann jeder Anwender auf einige kostenlose Malvorlagen zurückgreifen. Beispielsweise stellt jeder Künstler eine Vorlage gratis zur Verfügung. Um mehrere Bilder desselben Künstlers gestalten zu können, müssen sie dann aber für einen Betrag von rund 3,50€ frei geschaltet werden. Die Anbieter weisen ausdrücklich darauf hin, dass ein Großteil des Geldes an die Künstler geht.