Das Ruhr Ding: Territorien

Die Stationen des neuen Ausstellungsformats „Das Ruhr Ding: Territorien“ von „Urbane Künste Ruhr“ befinden sich gleich in vier Städten: in Essen, Oberhausen, Bochum und Dortmund. An Hauswänden, in einem ehemaligen Möbelgeschäft, an einem renaturierten Fluss, in einer Trauerhalle, einem Industriedenkmal oder schlicht auf einem asphaltierten Platz wird Kunst nicht nur erfahrbar, sondern lädt die Besucher oft auch zum Mitmachen ein. Im besten Falle erleben die Besucher so hautnah, was das Ruhrgebiet früher und heute ausmacht: das »Ruhr Ding« eben. Ich habe für PortalKunstgeschichte unterschiedliche Stationen besucht:

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Das Foto oben zeigt einen Gang durch den Ruhrtunnel in Essen, auch eine Station der Ausstellung „Das Ruhr Ding: Territorien“. Mehr Fotos und Videos gibt es bei Instagram

Signatur und Selbstbild

Es ist vor allen Dingen die Signatur, mit der sich ein Künstler als Urheber eines Werkes zu erkennen gibt und die das Kunstwerk in verschiedene Zusammenhänge, wie die Biografie des Künstlers, andere Werke oder auch ein bestimmtes Image, stellt. In dem von Sebastian Karnatz und Nico Kirchberger herausgegebenen Buch »Signatur und Selbstbild. Die Rolle des Künstlers vom Mittelalter bis in die Gegenwart« zeigen Expertinnen und Experten nicht nur eine Art Geschichte des Urheberrechts, sondern eröffnen viele spannende Facetten im Verhältnis von Künstler, Werk und Rezeption durch mehrere Jahrhunderte. Susanne Braun hat ein, über weite Strecken sehr unterhaltsames Buch mit vielen spannenden Anekdoten gelesen.

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Lettland 1918-2018

Am 26. Mai findet die Wahl für das EU-Parlament statt. Ein guter Grund, sich mit einem der EU-Mitgliedsländer eingehend zu befassen: Lettland. Und da das Baltikum in seiner kulturellen Entwicklung sehr eng miteinander verbunden ist, befasst sich das Buch „Lettland 1918-2018. Ein Jahrhundert Staatlichkeit“ auch immer ein wenig mit den beiden andern baltischen Staaten Litauen und Estland. 

In dem Buch unterziehen vorwiegend lettische Experten, aber auch einige Wissenschaftler aus Dänemark und Deutschland, die jüngere Vergangenheit einer genauen Analyse. Sie beginnen mit den Anfängen der Demokratie-Bewegung Ende des 19. sowie Anfang des 20. Jahrhunderts und kommentieren die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignisse bis zur Erlangung der Mitgliedschaft in der Europäischen Union im Zuge der EU-Osterweiterung im Jahr 2004. 

Lettland 1918-2018: Karte Lettland und Umgebung
Lettland und Umgebung, Quelle: GoogleMaps

Besonders interessant ist die Darstellung der engen Verbindung Rigas, der Hauptstadt Lettlands, mit der Hanse und damit auch zu Deutschland. Riga, im Jahr 1201 gegründet, ist als eine der wichtigsten Handelsstädte im Ostseeraum auch stark von deutschen Einflüssen geprägt worden. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Deutsch sogar Amtssprache in Lettland. Doch im Zuge der Demokratie-Bewegung gewannen die lettische Sprache und Kultur immer mehr an Bedeutung. 

Sehr bemerkenswert ist, dass die Autoren sich alle um einen sehr sachlichen Tonfall bei der Bewertung der historischen Ereignisse bemühen. Anschaulich und mit vielen spannenden Anekdoten wissen sie die vielen Facetten eines Landes und einer Region zu skizzieren, die eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. 

Ivar Ijabs, Jan Kusber, Ilgvars Misans, Erwin Oberländer (Hg.): Lettland 1918-2018. Ein Jahrhundert Staatlichkeit. Verlag Ferdinand Schöningh 2018.

Informationen über Lettland für Touristen (auf Deutsch): www.latvia.travel

Informationen des Europäischen Parlaments zur EU-Wahl am 26. Mai

Wild wild Grammar

Das European Media Art Festival (emaf) in Osnabrück ist mittlerweile eines der wichtigsten Medienkunstfestivals in Deutschland. Es eröffnet einmal im Jahr einen kritischen Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Lage.

War das emaf zu Beginn Anfang der 1980er Jahre noch ein Experimentalfilm-Festival, bietet es mittlerweile außerdem Performances, Talks, dem Media-Campus INIT für NachwuchskünsterInnen sowie einer regelmäßigen Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück eine Plattform. Hier ein paar Eindrücke aus der Ausstellung »Wild wild Grammar«, die sich mit der Kommunikation in einer global vernetzten Welt auseinandersetzt:

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Interview Prof. Marlis Prinzing

Soziale Netzwerke sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr weg zu denken. Indem sie Kommunikation und Meinungsaustausch zwischen den Nutzern möglich machen, erfüllen sie für Prof. Marlis Prinzing schon jetzt eine wichtige Funktion als eine Art Bürgermedium.

Doch sie geraten auch immer wieder in den Verdacht, Hass und Fake News zu produzieren und zu verbreiten. Ist das womöglich ein strukturelles Problem, da soziale Netzwerke Inhalte belohnen müssen, die viele Interaktionen hervor rufen? Was muss sich wohl eher in die Kategorie „Vorurteil“ einordnen lassen? Und was können Nutzer tun, um ihrer Verantwortung bei der Kommunikation mit anderen gerecht zu werden?

Mit einem Klick auf das Bild lässt sich das Video bei YouTube abrufen

Cover Interview Marlis Prinzing