Sprachen Lernen mit Rosetta Stone

Screenshot Webseite Rosetta Stone

Rosetta Stone ist der führende Anbieter von Sprachlernlösungen, die online oder über eine CD-ROM angewandt werden können. Die Lernprogramme gibt es für mehr als 30 Sprachen und werden von privaten Sprachlernbegeisterten, öffentlichen Institutionen, Unternehmen und tausenden von Schulen und Universitäten welweit verwendet. Rosetta Stone wurde in den 90er Jahren in den USA gegründet und hat heute Niederlassungen in London, Seoul, Tokio und München. 2009 wurde Tom Adams, CEO von Rosetta Stone zum „Ernst & Young Entrepreneur Of The Year“ gewählt. Duane Sider ist „Director of Learning“ bei Rosetta Stone in Harrisonburg, USA.

Was ist das Besondere an den Sprachlernlösungen von Rosetta Stone?

Duane Sider: Rosetta Stone ermöglicht jedem, unabhängig vom Alter, dem Bildungsgrad oder jeglicher Vorerfahrung, Sprachen Wort für Wort neu oder aufbauend zu lernen, indem man auf seine natürlichen Lernfähigkeiten zurückgreift. Die Lernenden selbst bestimmen den Schwerpunkt und das Tempo. Ein sorgsam ausgeklügelter Programmverlauf leitet Sie Schritt für Schritt durch diesen natürlichen Lernprozess. Obwohl Sie zu Hause lernen, sind Sie ganz von der Kultur umgeben, deren Sprache Sie gerade lernen. Dabei verwenden Sie niemals Übersetzungen oder Erläuterungen der Grammatik in Ihrer Muttersprache. Ihre Sprachfähigkeiten entwickeln sich schnell mit Hilfe unserer Spracherkennungssoftware und regelmäßiger Gelegenheiten, die Aussprache mit Muttersprachlern zu üben. Die Lernenden eignen sich so eine neue Sprache auf einem spielerischem Weg an, der ihnen Sprachpraxis vermittelt, sie motiviert und ihr Selbstvertrauen stärkt.

Was sind die besonderen Anforderungen, die im digitalen Zeitalter an Fremdsprachenunterricht gestellt werden müssen? Für Schüler? Für Autodidakten, die sich eine Sprache aus beruflichen Gründen selbst neben der Berufstätigkeit aneignen müssen?

Duane Sider: Fremdsprachenlehrer müssen sich nicht mit den neuesten technischen Entwicklungen auskennen, um im digitalen Zeitalter gute Sprachlernangebote anbieten zu können und auch die Klassenzimmer müssen nicht unbedingt mit den neuesten technischen Geräten ausgestattet sein. Der Erfolg der Lehrmethode hängt viel mehr grundsätzlich von der Herangehensweise des Lehrers ab, von seinen persönlichen Vermittlungsmethoden und nicht so sehr von irgendwelchen Technologien. Wichtig ist, zu verstehen, was die Lernenden an Erwartungen, Möglichkeiten und Vorkenntnissen mitbringen und alles in den Unterricht einfließen zu lassen. Wir wissen bereits seit vielen Jahren, dass Lernende unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, verschiedene Vorerfahrungen, unterschiedliche soziale Hintergründe und Lernfähigkeiten. Im digitalen Zeitalter ist es möglich, auf den Einzelnen zugeschnittene Lernansätze anzubieten, die auch die technischen Vorkenntnisse berücksichtigen. Außerhalb des Unterrichts können Lernende viel mehr Informationen ausfindig machen und sie dann in den Unterricht einbringen, als es früher möglich war. Insofern ist der Lehrer weniger ein Allwissender als jemand, der einen dynamischen Lernprozess begleitet, in den sich jeder aktiv einbringen kann. Die Aufgabe des Lehrers ist es, das Beste aus jedem herauszukitzeln und daraus etwas Starkes, Bedeutsames und die Klasse vereinendes herzustellen, das den Erfolg ausmacht. RosettaStone ist in der privilegierten Lage, mit vielen sehr guten Fremdsprachenlehrern aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, die sich bemühen, optimale Lehrmethoden für alle am Lernprozess Beteiligten zu entwickeln. Die Schüler lernen auf sich gestellt an ihrem Computer und machen dann in der Klasse gemeinsam Gruppenarbeiten und sammeln Sprachpraxis durch Diskussionen mit ihren Mitschülern.

Welche Rolle kann das Internet in diesem Zusammenhang spielen?

Duane Sider: Ganz grundsätzlich erleichtert, beschleunigt und vermehrt das Internet die Möglichkeiten der Wissensaneignung. Das Wissen kann schneller verbreitet und auch schneller darauf zugegriffen werden. Zusammen können diese Faktoren das Lernen an sich verändern. Manche haben diese Veränderung als einen Wechsel von ‚just In Case‘-Lernen zu einem ‚just in time‘-Lernen beschrieben. Im Falle des ‚just in case‘ eignet sich der Schüler etwas an, von dem er hofft, dass es sich als hilfreich für sein Leben und seine Arbeit herausstellt. ‚just in time‘-Lernen, bedeutet, dass der Schüler seine Fähigkeiten sofort und unmittelbar im Internet zum Einsatz bringen kann. Wenn man davon ausgehen darf, dass Sinn des Lernens ist, den Schüler weiser zu machen, und nicht nur ein Mehr an Wissen anzuhäufen, dann ist ein weiser Lehrer am geeignetsten, die Rolle des Internets für den Lernprozess verständlich zu machen.

Wie kann ein Lernender durch digitale Unterrichtsformen seine Aufnahmefähigkeit steigern beziehungsweise warum ist diese Unterrichtsform erfolgversprechender als Frontalunterricht in einer Schule?

Duane Sider: Von der Entwicklung der Printpresse über die audio-visuellen Technologien des letzen Jahrhunderts bis hin zu den heutigen digitalen Möglichkeiten, bringen alle neuen Technologien Veränderungen und neue Anforderungen für Lehrer und Schüler mit sich. Die besten Lehrer haben es stets verstanden, diese neuen Technologien in ihren Lehrmethoden zu berücksichtigen, aber den Schwerpunkt auf dem Lernen zu belassen. Auch im digitalen Zeitalter werden gute Lehrer die Vorteile des digitalen Lernens mit ‚traditionellen‘ Lehrmethoden sinnvoll und in bester Weise miteinander verbinden.

Sprache ist ja eigentlich etwas lebendiges und besteht ja auch vor allen Dingen aus direkten Gesprächen mit Menschen. Wie kann der Computer so etwas vielleicht ersetzen und mir trotzdem Sprachpraxis vermitteln? Oder ist das digitale Lernen eine Ergänzung zum ‚echten‘ Sprechtraining?

Duane Sider: Natürlich ist der beste Weg eine neue Sprache zu lernen, einige Zeit in dem entsprechenden Land zu verbringen und mit Muttersprachlern in Alltagssituationen die Sprache anwenden zu lernen. Wenn eine solche Reise aber zu umständlich oder sogar unmöglich ist, kann die beste Alternative sein, online mit Muttersprachlern und anderen Schülern zu lernen. Eine gute Infrastruktur minimiert den Zeitverlust und die Kosten und gewährleistet uneingeschränkte Sprachpraxis mit Muttersprachlern online, auch über eine große Distanz hinweg. Wenn der Lernende zusätzlich zu seiner Sprachpraxis eine Sprachenlern-CD verwendet oder Online- Sprachkurse belegt, kann gewährleistet werden, dass ein Gespräch in einer Sprache möglich wird, die beide Seiten verstehen. Die Lernenden können sich so Sprachpraxis mit ‚echten‘ Menschen aus der ‚echten‘ Welt online aneignen.

Muss man gute Computerkenntnisse haben, um mit Rosetta Stone arbeiten zu können?

Duane Sider: RosettaStone-Sprachlernlösungen sind für Schüler und Erwachsene konzipiert. Die Computerkenntnisse, die jeder jeden Tag braucht, ermöglichen, dass sich der Lernende Schritt für Schritt durch die Sprachlernsoftware führen lassen kann. Die Lernenden arbeiten sich voran, indem sie gesprochene, geschriebene oder ‚geclickte‘ Antworten geben und eignen sich so von Grund auf im Gesprächsfluss eine neue Sprache an.

Ist diese Lösung auch für ältere Menschen geeignet?

Duane Sider: Mit Hilfe der besonderen Spracherkennungstechnologie verbessern und perfektionieren Sie Ihre Aussprache im Vergleich zu der eines Muttersprachlers. Zusätzlich garantiert die intelligente und dynamische Abruf-Methode, dass die Bereiche, die Sie anfänglich als schwer empfinden in optimalen Intervallen während des Kurses wiederholt werden. Diese Methode hilft, die Sprache zu verstehen und das Erlernte zu festigen. Ältere Menschen benötigen für das Erlernen einer neuen Fremdsprache meist etwas mehr Zeit als jüngere. Mit Computer-gestützten Sprachkursen können sie stets genau dann lernen, wenn es ihnen am besten passt. Sie sind somit nicht an feste Lernzeiten gebunden und können jederzeit das bereits Erlernte wiederholen.

Weitere Informationen gibt es unter: www.RosettaStone.de

Der Text ist erstmals auf dem Blog www.textblueten.wordpress.com veröffentlicht worden.

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