Piet Mondrian: Natur und Konstruktion, Katalog zur Ausstellung

Piet Mondrian: Natur und Konstruktion

Ausstellung "Piet Mondrian: Natur und Konstruktion" im Museum WiesbadenKlare schwarze Linien und strenge Geometrie in Weiß, Grau, Rot, Blau oder Gelb – das sind im Wesentlichen die Attribute, die meist mit dem Maler Piet Mondrian in Verbindung gebracht werden. Doch der Mitbegründer der de Stijl-Bewegung hat auch ein umfangreiches gegenständliches Werk hinterlassen. Die Ausstellung „Natur und Konstruktion“ im Museum Wiesbaden zeichnet den Weg des niederländischen Malers von der naturalistischen Landschaftsmalerei zu seinen berühmten abstrakten Gemälden nach. Susanne Braun hat erstaunliche Ähnlichkeiten mit der Malerei van Goghs, Monets und Cézannes sowie aktuellem Games-Design entdeckt.

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Ausstellung "Piet Mondrian: Natur und Konstruktion", Eingang Museum Wiesbaden

Eingang Museum Wiesbaden

Das Museum Wiesbaden liegt in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs und ist sogar zu Fuß gut zu erreichen. Das Museum zeigt neben Kunst und Architektur auch regelmäßig Ausstellungen aus den Bereichen Natur und Naturwissenschaft.

Mehr Infos unter: museum-wiesbaden.de

Landschaftspark Duisburg-Nord

Pflanzen im Landschaftspark Duisburg-Nord

Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein Städtepark, der um ein 1985 stillgelegtes Hüttenwerk herum entstanden ist. Der 180 Hektar große Landschaftspark ist einer der Ankerpunkte der Europäischen Route der Industriekultur. Die Tageszeitung The Guardian zählt ihn zu den zehn besten Städteparks der Welt. Etwas ganz Besonderes sind die Pflanzen im Landschaftspark Duisburg-Nord.

In der Zeit, als hier noch Stahl produziert wurde, hat sich eine ungewöhnliche Vegetation angesiedelt. Die Pflanzen sind bei der Anlieferung von Rohstoffen aus aller Welt eingeschleppt worden. Ihnen ist allen gemeinsam, dass sie unter extremen Bedingungen wachsen können und oft erst einmal recht unscheinbar aussehen. Mittlerweile ist der Park sogar Mitglied im Europäischen Gartennetzwerk. Besucher können Führungen zum kleinen Preis buchen, bei denen sie die Überlebenskünstler aus nächster Nähe betrachten können.

Darüber hinaus befindet sich auf dem Gelände des Landschaftspark Duisburg-Nord ein Shop mit Ruhrgebiets-Devotionalien, Gastronomie, Räume für Ausstellungen und Theateraufführungen und ein Klettergarten. Es gibt sogar  die Möglichkeit, in einem ausgedienten Gasometer zu tauchen.

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Der Hasentempel von Recklinghausen

Der Hasentempel von Recklinghausen

Der Hasentempel von Recklinghausen befindet sich am Hauptbahnhof. Der Hase mit dem traurigen und mitleidvollen Kindergesicht soll Schutz unter seinem weit ausgestellten Rock bieten. Die Malerin und Bildhauerin Leiko Ikemura hat die Skulptur im Jahr 2011 unter dem Eindruck der katastrophalen Erdbeben und Tsunami in Japan geschaffen. 2015 ist die Künstlerin mit dem Sparda-Kunstpreis NRW für die Stadt Recklinghausen ausgezeichnet worden.

Der Hase gilt sowohl in Asien als auch in der westlichen Kultur als Glück verheißendes Tier. Bis taucht der „Mondhase“ häufig in Manga und Animes auf. Leiko Ikemura verarbeitet in ihrer Kunst Elemente aus der westlichen und asiatischen Tradition.

Das Video zeigt die Feierlichkeiten anlässlich der Verleihung des Sparda-Kunstpreis NRW für die Stadt Recklinghausen und ein Interview mit der Künstlerin:

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Medea-Mythos: Apulisch-rotfigurige Schüssel

Medea-Mythos

Georgien – diesjähriger Ehrengast der Frankfurter Buchmesse – liegt geografisch an der Grenze zwischen Europa und Asien. Hier sind die ältesten Spuren menschlichen Lebens außerhalb Afrikas gefunden worden. Bereits in der Antike war die Gegend Schauplatz des berühmten Medea-Mythos. Die Geschichte von der tragischen Liebe zwischen Medea und Jason, den spannenden Abenteuern der Argonauten und einem unermesslich wertvollen Schatz hat von Sex bis Crime alles, was echten Nervenkitzel hervorruft. Die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“ in der Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main zeigt die Ursprünge des berühmten Mythos.

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Foto: Liebighaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main

Die Liebighaus Skulpturensammlung ist in einer knappen halben Stunde zu Fuß vom Frankfurter Hauptbahnhof zu erreichen. Bei schönem Wetter ist das ein richtig schöner Spaziergang:

Der Pavillon des Ehrengasts Georgien bei der Frankfurter Buchmesse ist dem georgischen Alphabet nachempfunden, das seit 2016 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier finden Lesungen, Konzerte, Diskussionen und viele weitere Veranstaltungen statt.

Favoriten Festival 2018, Programm

Favoriten Festival 2018

Das Festival ist ein Treffpunkt der Freien Szene und findet alle zwei Jahre in Dortmund statt. Beim Favoriten Festival 2018 wurden 18 Produktionen aus Tanz, Theater, Performance und Musik zum Teil in Kooperation mit der Ruhrtriennale gezeigt.

Traditionell ohne festes Haus, findet das Festival an Orten statt, an denen die Beschäftigung mit Kunst nicht unbedingt selbstverständlich ist. In diesem Jahr waren die Zuschauer bei vielen Produktionen nicht nur passive Zuschauer, sondern konnten selbst Akteur werden.

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10. Berlin Biennale: Szene Ausstellung

10. Berlin Biennale

Die 10. Berlin Biennale for Contemporary Art ist die Jubiläumsausgabe der erfolgreichen Kunstausstellung. Das Kuratorenteam rund um die Südamerikanerin Gabi Ngcobo wagt eine bisher eher ungewöhnliche Perspektive auf die Welt. An fünf Ausstellungsorten in ganz Berlin werden Helden vom Sockel gestoßen und die westlichen Werte einer besonders kritischen Betrachtung unterzogen. Das ist heilsam, denn es gelingt den Künstlern, wichtige Bedingungen für das friedliche Zusammenleben in einer globalisierten Welt anzusprechen.

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Report: Notizen aus der Wirklichkeit: Szene Ausstellung

Report: Notizen aus der Wirklichkeit

Jedes Jahr widmet sich das European Media Art Festival (emaf) in Film, Ausstellung, Workshop und Diskussion einem Thema an der Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft. Beim emaf 18 ging es unter der Überschrift “Report – Notizen aus der Wirklichkeit” um die Beziehung zwischen Kunst und Journalismus.

Fester Bestandteil des emaf ist die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück, die meist rund vier Wochen lang zu sehen ist. Im Zentrum der diesjährigen Ausstellung stand “Das Kongo Tribunal” Künstlers und Regisseurs Milo Rau in Film, Buch und Interview. Opfer und Täter des Bürgerkriegs im Kongo berichten vor einer Theater-Jury von ihren Erfahrungen. Kann ein Theaterstück dabei helfen, die Rolle der Bürgerkriegsparteien offen zu legen?

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Workshop Comic-Journalismus, Ausschnitt Comic

Workshop Comic-Journalismus

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat im März einen Workshop zum Thema Comic-Journalismus in Bonn angeboten. Es gab zunächst eine theoretische Einführung und dann haben wir im praktischen Teil des Workshops selbst einen Comic erarbeitet. Inhaltliche Vorgabe war, dass unsere Comics etwas mit der Stadt Bonn zu tun haben sollten.

Gemeinsam mit dem Zeichner Daniel Herrmann habe ich das Arithmeum in Bonn besucht. Hier wird die Geschichte der Rechenmaschinen von den ersten mechanischen Geräten bis hin zum modernen Computer in einer Dauerausstellung gezeigt:

Wir hatten dort nicht von ungefähr eine Begegnung mit Lady Ada Lovelace, denn sie gilt als erste Programmiererin überhaupt.  Exemplarisch haben wir das Erlebnis in unserem Comic festgehalten:

Hier den ganzen Beitrag zum Comic-Journalismus auf der Webseite des Deutschen Comic-Vereins lesen

Der blaue Montag: Puppenspieler Andreas Pfaffenberger

Der blaue Montag

Der Blaue Montag ist in Berlin eine Institution und das schon lange. Das ist ungewöhnlich in der schnelllebigen Stadt und allein schon deswegen etwas ganz Besonderes. Alle paar Wochen gibt es im Kabarett-Theater ‘Die Wühlmäuse’ eine neue Ausgabe des ‚lebenden Stadtmagazins‘, wie es auf der Internetseite des Blauen Montag heißt. Die Ausgabe der Erfolgsshow aus bissiger Satire und anspruchsvoller Akrobatik, die hier besprochen wird, ist immerhin 187. Ausgabe.

Womöglich hängt es damit zusammen, dass schon der erste Versuch, sich über den ‚Blauen Montag‘ zu informieren, etwas durchaus Einschüchterndes hat: Überall findet sich Lob, Lob und immer nur Lob. Der ‚Niebelungen Kurier‘ etwa nennt Arnulf Rating, den Initiator und einzigen ganz konstanten Mitwirkenden des ‚Blauen Montag‘, einen „Standpfeiler des deutschen Kabarett“. Des Weiteren schmückt sich das Blatt in einem Artikel mit dem Hinweis, wie gerne Rating die Niebelungen-Stadt Worms besucht und dem dortigen Theater einen Besuch abstattet. Selbst der MDR widmet Rating und seiner, bemerkenswerter Weise auch erfolgreich in die Stadt Frankfurt/Oder transferierten, Erfolgsshow ein rund einstündiges Radio-Feature. Insgesamt findet sich auf Ratings Internetseite eine lange Liste an Pressestimmen, die sich allesamt sehr positiv äußern, sowie einige Interviews mit durchgängig beeindruckend formulierten satirischen Pointen. All das erscheint besonders bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass Rating seine Programmansagen im Rahmen des ‚Blauen Montag‘ meist mit bissigen Kommentaren über die Zeitungspresse versieht.

Überhaupt nicht eingeschüchtert wirkt hingegen das Publikum, das bereits frühzeitig und zahlreich erschienen ist. Man scheint sich rechtzeitig die besten Plätze sichern zu wollen, um ja nichts zu verpassen. Viele winken sich zu und unterhalten sich unverkrampft –  alles wirkt sehr familiär. Da überrascht es nicht, dass der ‚Blaue Montag‘ nicht nur das richtige Format für ‚alte Hasen‘ wie Philipp Sonntag oder Timo Wopp ist, sondern auch für Künstler, die gerade die ersten Schritte im Showgeschäft wagen.

Der Puppenspieler Andreas Pfaffenberger ist Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst ‘Ernst Busch’ und an diesem Tag zum ersten Mal beim ‚Blauen Montag‘ dabei. „Das bemerkenswerteste an Andreas ist, dass er im Grunde alles singen kann. Das ist wirklich etwas ganz Außergewöhnliches“, erklärt mir Hanno Siepmann, der ihn während der Show am Klavier begleitet. Im Mittelpunkt des Stücks steht ein buckliger, grauhaariger Mann mit erstaunlich ausdrucksstarken und lebendigen Augen: Eine Handpuppe, geführt von Andreas Pfaffenberger.  „Oft spreche ich wirklich nur mit der Puppe, so echt wirkt der alte Mann auf mich“, erklärt Siepmann mit einem Schmunzeln. Er ist nicht nur Pianist und Komponist, sondern auch Schauspieler und Clown. Hier ein paar Videobilder vom Warmup vor der Vorstellung:

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Tatsächlich gelingt es Andreas Pfaffenberger auf der Bühne, die Puppe so sehr in den Vordergrund  zu rücken, dass sie alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die sehr gut einstudierten Gesten lassen die Puppe von grotesk-eitel bis aufrichtig-gramgebeugt wirken, vor allen Dingen auch in Kombination mit Pfaffenbergers virtuosem Gesang. „Ich habe ein paar Semester in Salzburg Musik studiert“, erklärt Pfaffenberger, „davor habe ich während der Schulzeit in einem Chor gesungen. In Salzburg kenn fast jeder diese Arie, aber niemand würde auf die Idee kommen, mitzusingen“. Erstaunlicherweise legt Pfaffenberger seinem gramgebeugten alten Mann die Arie ‚O zittere nicht’ der Königin der Nacht aus Mozarts ‚Zauberflöte‘ in den Mund. Noch überraschender ist, dass der Gesang ‚aus dem Mund‘ der Puppe so authentisch klingt, dass ich das berühmte Stück erst einmal gar nicht erkenne. Aus Pfaffenbergers Sicht ist dieser Umgang mit der Arie naheliegend: „Wir nehmen die ‚Zauberflöte‘ und machen etwas ‚populäres‘ daraus. Das ist aus unserer Sicht legitim, weil es dem ursprünglichen Gedanken von Mozarts Oper entspricht’.

Rating, im schmierigen Nadelstreifen-Anzug und roten Lackschuhen, präsentiert an diesem Blauen Montag noch zahlreiche weiter Kuriositäten, meist vor einem politischen Hintergrund. Zu Hören ist von den ‚German Trombone Vibration’ als der mutmaßlich kleinsten Big Band der Welt und Produkt der extravaganten Spleens eines Superreichen. Platz im Programm des ‚Blauen Montag’ finden außerdem die Kommentare von Klaus Nothnagel, angepriesen als der ‚Florian Silbereisen des deutschen Kabaretts‘, zu Schnappschüssen von bekannten Orten in Berlin oder Daniela Böhles Schilderung eines Besuchs bei bayerischen Verwandten, bei dem unverständliches gegessen und gesprochen wird. Darüber hinaus knüpft ein außerordentlich akrobatischer Radfahrer an die von Rating ironisch heraufbeschworene ‚lange Tradition der SPD als ‚Radfahrer-Partei‘ an (siehe Video weiter unten) und verweist bei tosendem Applaus nur bescheiden auf den ‚Berlin ist Beste‘-Schriftzug auf seinem T-Shirt. Auch die grazilen Darbietungen der Trapez-Künstlerin Jana Korb und die ganz besonders beeindruckende Medizin-Ball-Akrobatik von Tatjana Konoballs, die sich allenfalls in diesem Video angemessen zeigen lässt, bringen das Publikum zum Toben.

Abschließend muss ich sagen: Auch für mich war es ein sehr unterhaltsamer und unvergessener Abend. Das sage ich ganz uneingeschüchtert. Meine Höhepunkte habe ich in folgendem Video zusammengestellt:

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Computergeschichte: Ada Lovelace-Ausstellung

Computergeschichte

Frauen werden nicht unbedingt mit großen Entwicklungen der Computergeschichte in Verbindung gebracht. Aber die erste Programmiererin überhaupt war eine Frau! Ada Lovelace ist daher die Patin der Ausstellung ‘Am Anfang war Ada’ im Heinz Nixdorf MuseumsForum, die zeigt, dass Frauen bis heute sehr wohl einiges mit Rechenmaschinen und künstlicher Intelligenz am Hut haben.

Mehr über die Ausstellung, Ada Lovelace und ihre Nachfolgerinnen: portalkunstgeschichte.de

Charles Babbage (1791-1871) war Mathematiker, Philosoph, Erfinder und politischer Ökonom. Er gilt als Erfinder der ‚Analytical Engine‘, einem Vorläufer moderner Computer. Regelmäßig ließ er Gäste wie Ada Lovelace seine Erfindungen ausprobieren. Darunter war auch die mechanische Tänzerin ‚Silver Lady‘, die heute wieder auf Knopfdruck unter den ‚Ohs‘ und ‚Ahs‘ des Publikums im Heinz Nixdorf MuseumsForum tanzt:

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